🌐

Museumsbesuch Nr. 38 im BERGWERK VILLANDERS

Schon lange geplant war der Besuch des Vorstandes des Museumsverbands im Museum des Präsidenten Robert Gruber, dem Bergwerk Villanders. Ende September war es endlich soweit. Der Spätsommer zeigte sich von seiner besten Seite und die Besucherinnen konnten die die ungetrübte Aussicht auf das Thinnetal, Latzfons, die Villnösser Geisler und die Plose bis hin zum Alpenhauptkamm genießen. Nach der Erledigung der Pflicht – sprich der ordentlichen Vorstandssitzung – wurde zunächst der Rohbau des gerade entstehenden neuen Besucherzentrums besichtigt, das mit Gastronomie und zusätzlichen Museumsräumen mit interaktiven Stationen für jung und alt künftig die Wartezeiten der Gruppen bis zur Führung überbrücken wird. Mit Helm und Schutzjacke ging es dann in den kühlen Stollen auf den Spuren der Bergknappen hinein in den Berg. Im Mittelalter gehörte das Bergwerk zu den bedeutendsten Bergbaugebieten in Tirol. Abgebaut wurden vor allem Silber, Kupfer und Blei obwohl im Gestein des Pfunderer Berges über 75 verschiedene Mineralarten vorkommen. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts schließlich stillgelegt und geriet langsam in Vergessenheit. Im Jahr 1997 begann der Kultur- und Museumsverein Villanders, das verlassene Bergwerk wieder auszubauen, um es für Besucher*innen zugänglich zu machen. Im Vereinshäuschen wartete Roberts Frau Hildegard schon mit einer großzügigen Marende auf uns und der Museumsbesuch Nr. 38 bei unseren Mitgliedsmuseen ging gemütlich zu Ende.